Über Böhmler & Schmauderer

Menschen prägen Werte

Wir sind eine Manufaktur und haben immer feinste Schmuckketten geschmiedet.
Mit dieser Strategie haben wir unser Unternehmen mit der Fertigung handgearbeiteter Ketten anfangs des 20. Jahrhunderts begonnen. Unsere Erfahrung ist über die Jahrzehnte zu einer umspannenden Basis gereift, welche wir Ihnen heute zur Verfügung stellen möchten.

Wir glauben daran, dass feine Werte besonders dann aussagekräftig entstehen können, wenn wir alle bereit sind, uns laufend mit den Herausforderungen der Mode, der Märkte und der Emotionen auseinanderzusetzen. Unser Bestreben liegt immer in der starken Partnerschaft zu Ihnen, damit der Geist unserer Manufaktur spürbar in den Händen Ihrer Kunden liegt.

Eine Manufaktur arbeitet mit Händen starker Persönlichkeiten. So gibt es bei uns nur Spezialisten, welche bei der Herstellung unserer Produkte unverzichtbare Beiträge leisten. Von der ideellen Gestaltung bis zum Versand schenken sie Ihren Schmuckstücken grösste Sorgfalt. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind durch ihre langjährige Erfahrung unser wichtigstes Kapital für feinste Handwerkskunst.
Als unser Partner geben Sie uns die Gewissheit, dass wir unser Kapital am richtigen Ort einsetzen.

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Partnerschaft und Service

Werte erhalten bei uns Pflege

Heute sind wir bestrebt, den hohen Stand an Qualität und emotionalen Werten zu pflegen und auszubauen.

Deshalb unterstützen wir Sie mit Werbung in namhaften Magazinen, um Ihre Kunden zu sensibilisieren. Wir sind laufend bestrebt, die Freude und Energie, welche wir in das Design und die Entwicklung unserer handgearbeiteten Schmuckstücke investieren, Ihnen und Ihren Kunden ohne Verlust zu vermitteln. So bauen wir miteinander einen aktiven Gedankenaustausch oder gar einen gemeinsamen Anlass für Ihre Kunden auf.

Wir stellen Ihnen Printvorlagen für Ihre Kommunikation zur Verfügung und helfen Ihnen mit individualisierter Schulung, Videomaterial, sowie Nachschlagewerken, Ihren hohen Wissenstand zu halten.

Daneben betreuen wir Sie kompetent am Telephon und halten Sie mit Kollektionsvorlagen auf dem aktuellsten Innovationsstand. Ob bei Ihnen im Geschäft oder auf den verschiedenen Messen - Unser gegenseitiges Vertrauen macht die Kette so richtig stark.

 

Vom Feuer zur Form

Legieren

Bevor mit der Herstellung einer Kette begonnen werden kann, müssen wir das benötigte Edelmetall legieren. Auf Härte, innere Struktur und Verarbeitungsmöglichkeiten hat dies einen relevanten, positiven Einfluss. Durch den Anteil der einzelnen Legiermetalle können wir diese Faktoren steuern. Wird zum Beispiel zuviel Kupfer beigemischt wird das Material spröde. Da wir unsere Legierungen selber herstellen und die Kettenfertigung sehr hohe Anforderungen an die verwendeten Materialien stellt, haben wir viel Zeit und Energie in deren Entwicklung gesteckt. Die verschiedenen Metalle werden in Form von Granulat im gewünschten Verhältnis in den Schmelztiegel gegeben und anschließend bei rund 1200 Grad Celsius miteinander verschmolzen.

Eingießen

Die flüssige Legierung wird nun in eine sogenannte Kokille zu Stäben von je 300 Gramm oder Platten von je ca. 1 Kilogramm gegossen.

Drahtwalzen

Der Drahtzieher trifft die nächsten Vorbereitungen für die Anfertigung einer handgefertigten Schmuckkette, was als Zurichten bezeichnet wird. Darunter versteht man das Walzen und Ziehen von Drähten und Blechen auf vorgegebene Maße. In der Drahtwalze wird die stabförmige Goldlegierung zu einem massiven Draht in der gewünschten Stärke gewalzt. Dies darf nur schrittweise erfolgen, da ansonsten das Material zu stark strapaziert würde und Risse entstehen könnten. Um die Legierung zwischen den Arbeitsgängen wieder zu entspannen, wird regelmäßig zwischengeglüht.

Drahtziehen

Der noch relativ dicke Draht wird durch "Zieheisen" feinster Abstufungen auf den gewünschten Durchmesser und die gewünschte Form gebracht. Dieser Golddraht ist das Ausgangsmaterial für die Herstellung einer massiven Kette.

Blechwalzen

Zur Herstellung einer sogenannten halbmassiven oder hohlen Kette benötigen wir ein Blech als Ausgangsmaterial. Dazu werden die gegossenen Goldplatten durch mehrere Arbeitsgänge in der Flachwalze auf die gewünschte Materialstärke gebracht. Die gegossenen Platten von anfangs 10 cm Länge und 5 cm Breite werden durch das Walzen ca. 300 cm lang und 9 cm breit. Allein zur Herstellung und Weiterverarbeitung von Drähten und Blechen wird eine Fläche von rund 100 Quadratmetern und damit bereits rund ein Drittel unserer Produktionsfläche beansprucht.

Blechschneiden

Danach wird das Blech, welches sich nun bereits in der gewünschten Stärke befindet, mit einer Zirkularschere auf 0,05 Millimeter genau in schmale, lange Streifen geschnitten. Die Breite des Goldblechs muss in einem genauen Verhältnis zum Querschnitt des vorgesehenen Kettenglieds stehen. Diese Goldblechstreifen stellen das Ausgangsmaterial für die Fertigung hohler Kettenglieder dar.

Einziehen

Der Goldblechstreifen wird nun zusammen mit dem passenden, eingelegten Kupferkern durch ein Zieheisen auf den gewünschten Durchmesser und die gewünschte Form gezogen. Das Goldblech, welches sich um den Kupferdraht legt, darf nicht zusammenstoßen und muss eine Längsfuge haben, welche nur einen Bruchteil von einem Millimeter betragen darf. Den Goldmantel um den Kupferkern, eigentlich ein feines Goldröhrchen, bezeichnet man in der Fachsprache als Scharnier.

Wickeln

Die folgenden vier Arbeitsschritte sind für hohle wie massive Ketten nun wieder identisch. Da die Panzerkette als Basis für viele Kettenmuster verwendet wird, erklären wir die Herstellung am Beispiel dieses Musters. Drähte oder Scharniere werden nun um eine Spindel zu einer Spirale gewickelt. Eine Spindel ist ein Eisen- oder Kupferstab, der bei uns zu Tausenden in verschiedensten Profilen und Größen existiert.

Aufsägen

Um das beanspruchte Material zu entspannen, wird nun die Spindel in einem Ofen bei ca. 800 Grad geglüht (siehe Bild auf voriger Seite) und anschließend abgeschreckt. Der Drahtzieher übergibt die Wickelung nun dem Kettengoldschmied, welcher die Spirale mit größter Präzision aufsägt, um daraus die einzelnen Kettenglieder zu erhalten.

Einhängen und Löten

Im nächsten Arbeitsgang werden die Kettenglieder aufgebogen, um sie ineinander hängen zu können. Werden die Glieder anschließend wieder zugebogen, muss der Kettengoldschmied darauf achten, dass die präzise geschnittenen Flächen passgenau zusammengeführt werden. Die Glieder werden einzeln verlötet, was zunächst eine Ankerkette ergibt. Danach wird jedes Kettenglied sofort auf überschüssig aufgetragenes Lot überprüft und dieses falls erforderlich zu entfernen, um keine Unebenheiten an den Lötstellen zu erhalten.

Drehen

Die Ankerkette wird mittels einer Hakenzange von Hand zu einer Panzerkette gedreht. Dieser Prozess muss mit sehr viel Fingerspitzengefühl vom Fachmann durchgeführt werden, da die Gefahr besteht, dass die Kette eine unregelmäßige Drehung der einzelnen Glieder aufweist oder gar eine Überdrehung vorliegt. Nicht massiv gearbeitete Ketten sind noch immer mit einem Kupferkern versehen.

Ausätzen

Die Scharniere müssen nun in einem Säurebad von diesem befreit werden, was als Ausätzen bezeichnet wird. Die verdünnte Salpetersäure dringt durch die beim Einziehen offengelassene Längsfuge ein und löst den Kupferkern langsam heraus. Die Säurekonzentration und die Ausätzzeiten müssen sehr genau gewählt sein, damit die Legierung nicht angegriffen wird.

Schlosseinbau

Der Kettengoldschmied übergibt nun die Kette dem Goldschmied, welcher das passende Schloss einbaut. Die Einzelteile eines perfekten Schlosses lassen in ihrer Genauigkeit keine Kompromisse zu. Deshalb legen wir auf die Entwicklung und den Einbau funktional ausgereifter, optisch integrierter Schlösser größten Wert.

Polieren, Mattieren - Prüfung des Meisters

Im letzten Arbeitsgang gibt nun die Feinpoliererin der Kette ihr endgültiges Aussehen. Entweder poliert sie das Schmuckstück auf Hochglanz, oder sie verhilft ihm mit einer feinen, mattierten Oberfläche zu seiner edlen Optik. Bei polierten Ketten werden sämtliche Glieder inwändig mittels Hirschlederstreifen zusätzlich ausgezogen. Dieser Prozess kann nur von Hand ausgeführt werden und ist sehr kraft- und zeitaufwändig. Ganz zuletzt prüft der Meister persönlich die Kette auf deren Form und Perfektion, bevor sie zu Ihnen in den Verkauf gelangt.

 

Werte wachsen mit der Zeit


1905 gründen der Kaufmann Emil Bohnenberger und der Goldschmied Wilhelm Böhmler die Firma Bohnenberger, Böhmler & Co. in Pforzheim. Von Anfang an haben sie sich auf die Herstellung von handgefertigten Ketten spezialisiert.

1913 wird die Firma in Bohnenberger & Böhmler umbenannt.

1929 übergibt Emil Bohnenberger seine Anteile an den Kaufmann Robert Schmauderer und tritt aus der Firma aus. Robert Schmauderer bringt neue Ideen und Schwung in die Firma. Dies ist der namentliche Anfang der Firma Böhmler & Schmauderer.

1935 scheidet Wilhelm Böhmler altershalber aus der Firma aus.

1940 tritt Hans Schmauderer in den Betrieb seines Vaters ein.

1945 wird 2/3 von Pforzheim zerstört, und damit auch das Gebäude der Firma Böhmler & Schmauderer. Mit Hilfe eines kleinen Teams beginnt Robert Schmauderer in den Räumlichkeiten eines ehemaligen Friseurgeschäfts in Pforzheim-Büchenbronn mit dem Wiederaufbau der Firma.

1948 kehrt Hans Schmauderer aus der dreijährigen Kriegsgefangenschaft in den Betrieb zurück. Er spricht fließend spanisch und französisch und beginnt mit dem Aufbau der Exportmärkte. Im Betrieb lernt er seine zukünftige Frau, die Kettengoldschmiedin Iris Herb kennen.

1950 In den fünfziger Jahren wird der Neubau an der Tunnelstraße 43 realisiert.

1955 werden die europäischen Märkte Holland und Schweiz aufgebaut.

1959 Nach dem Tod seines Vaters übernimmt Hans Schmauderer die Firma und deren Leitung.

1963 Der Erweiterungsbau an der Tunnelstraße 41 wird bezogen.

1970 wächst Böhmler & Schmauderer auf einen Mitarbeiterstand von über 80 Personen an. 75 davon sind Spezialisten diverser Berufsgruppen, die in der Produktion tätig sind.

1982 tritt Frank Schmauderer, gelernter Kettengoldschmied und Kaufmann, in den Betrieb seines Vaters ein.

1988 gehen die beiden Generationen neue Wege in der Firmengeschichte. Sie orientieren sich neu auf den Einzelhandel und nicht mehr wie gewohnt auf den Großhandel.

1991 Nach dem Tod von Hans Schmauderer übernimmt Sohn Frank zusammen mit seiner Mutter Iris und seiner Schwester Claudia in 3. Generation die Geschäftsführung.

1995 nimmt Böhmler & Schmauderer zum ersten Mal an der Uhren- und Schmuckmesse in Basel teil.

1996 übernimmt Böhmler & Schmauderer den 1857 gegründeten Schmuckhersteller Louis Fiessler, welcher ca. 40 Spezialisten beschäftigte und über ein weltweites Vertriebsnetz verfügt.

1997 Mit der Teilnahme an der Las Vegas Schmuckmesse wird der Grundstein zum aktiven Aufbau des US-Marktes gelegt.

1999 Der Ausbau des nordamerikanischen Marktes wird durch den Besuch der JA-Show in New York schwungvoll vorangetrieben.